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Quedlinburg bei Nacht

Hier folgt noch ein interessanter Text, schaut also bald wieder rein!

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Das Gedicht zum Nachtwächter

(Helga Simon)

Er ist ein vielgefragter Mann,
wichtig und unentbehrlich.
Die Welt verlangt mehr, als er kann
und ehrt ihn hundserbärmlich!

Wilde Tiere, Nachtgespenster,
wenn der Diebstahl schleicht durch’s Fenster,
hört man des Wächters Horn vom Platz –
sind sicher Mann und Maus und Katz!

Er ist für alle Dinge da,
die nachts geschehen, immerdar.
Er schützt das Haus vor Feuersbrunst –
genießt darob doch wenig Gunst!

Er wacht auf Türmen und auf Straßen,
an jeder Eck, auf schmalen Gassen.
Laut tönt sein nächtlich Hornesruf,
ein Glück, dass Gott dies Mannsbild schuf!

Er hat unendlich viele Pflichten,
doch ich mag nicht weiter dichten.
Nur eins am End füg’ ich noch ein:
Der Nachtwächter damals – war ein armes Schwein!

unser Linktipp:

Rüdiger Mertsch: Der Nachtwächter zu Quedlinburg

Bericht der MZ: Mehr Sparlicht in der Nacht

 Fotodokumentationen


Quedlinburg, den 11.12.2010; ©by Y.Schott